Der Jeep Club Zentralschweiz

Ziel und Zweck

Unter dem Namen „Jeep Club Zentralschweiz“ besteht ein Verein gemäss Art. 60ff. ZGB. Der Verein fördert den Erhalt und die Pflege vom historisch wertvollen Kulturgut aller Gelände­fahrzeuge der Marken Willys, Ford und Kaiser Jeep, die in einer Armee gefahren sind und auch deren Zivilversionen. Sehr wichtig sind auch die Pflege der Kameradschaft und der Erfahrungsaustausch beim Unterhalt der Fahrzeuge und der Ersatzteilbeschaffung.

Organisation und Mitgliedschaft

Das entscheidende Organ vom Jeep Club Zentralschweiz (JCZ) ist die General­versammlung, die alljährlich im März stattfinden muss.

Der JCZ wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt; Präsident, Kassier und Aktuar.

Die Kontrollstelle wird durch zwei Mitglieder sichergestellt, die jährliche die Rechnung und das Inventar überprüfen und zu Handen der Generalversammlung einen Bericht erstellen.

Funktionäre können für bestimmte Anlässe oder Aufgaben bestimmt werden.

Aktivmitglied kann werden, wer einen entsprechenden Jeep bereits besitzt oder die Absicht zeigt, ein solches
Fahrzeug in absehbarer Zeit zu erwerben.

Passivmitglieder können Interessenten ohne Fahrzeug werden. Beide Mitgliederarten haben beim JCZ das Stimmrecht.

Der Mitgliederbeitrag ist zurzeit 30 Franken für Aktivmitglieder und 20 Franken für Passivmitglieder. Die Mitgliederzahl hat sich in den letzten Jahren bei etwa 120 Mitgliedern eingependelt.

Der Jeep Club  Zentralschweiz betreibt unter www.jeep-club-zentralschweiz.ch eine eigene Internetseite.

Geschichte

Der JCZ begann, als sich die beiden Mitglieder Erwin Kunz und Robert Lötscher im März 1983 trafen. Robert kaufte im Januar 1983 einen unrestaurierten Willys MB und begann sogleich mit der Restauration. Erwin  startete fast gleichzeitig seine Arbeiten an einem Willys CJ-3A. Es war nur eine Frage der Zeit bis die Beiden im März begannen Erfahrungen auszutauschen. Als die Restaurationsarbeiten an den Jeeps beendigt waren knüpften die Beiden bei gemeinsamen Ausfahrten Kontakte zu weiteren Jeep-Verrückten.
Dazu gehörte Urs Studer und Rolf Brandenberger. Gegen Ende der Jeep-Saison 1983 entstand dann die Idee einen Jeep Club zu gründen. Aus historischen Gründen wurde das Restaurant Schlacht Sempach ausgelesen. Der erste offizielle Jeep – Höck fand dann tatsächlich am 5.Januar 1984 statt.

Die Teilnehmer waren:                             

Kunz Erwin Lötscher Robert
Studer Urs  Brandenberg Rolf
Teufer Josef  Nussbaumer Jörg
Heller Leo     Kunz Vreni
Werder Walter  Scherrer Hans
Egli Hans  

Zu der Zeit war der Jeep Club eine lose Interessensgemeinschaft ohne Statuten und ohne Vorstand.  Erwin übernahm die administrative Leitung des Jeep Clubs und führte den Club bis 1993. Es wurden auch keine Mitgliederbeiträge eingefordert, grosszügigerweise erledigte Erwin die ganze Arbeit auf seine eigene Rechnung. Am 14.-16. September 1984 fand in Sarnen ein ungezwungenes Treffen von Kriegsveteranenfahrzeugen statt. Bei dieser Gelegenheit traf Robert Lötscher und Peter Hunkeler die beiden  Jeep – Kollegen Fred Stalder und Hans Schweizer aus dem Emmental. Aus diesem Treffen entstand eine enge Beziehung zwischen den Zentralschweizer und den Emmentaler Kollegen. Sehr bald traten weitere Kollegen aus dem Emmental wie Markus Räs, Hanspeter Roth und Hanspeter Kaiser ebenfalls dem JCZ bei.

Jeden ersten Donnerstag im Monat fand der Jeep-Höck im Restaurant Schlacht statt und es wurden Ausfahrten organisiert. Wenn das Wochenendwetter es erlaubte, so wurde am Vorabend ein Rundtelefon an alle Mitglieder gestartet und man traf sich am nächsten Morgen an einem vereinbarten Treffpunkt zu einer gemütlichen Rundfahrt. Jeweils im Dezember wird ein Samichlaushöck organisiert.

1987 wurde die erste Plakette mit der englischen Bezeichnung „Friends of US Army Jeep Oldies – Central Switzerland“, die bis heute unsere Jeeps ziert vom Horwer Künstler Ernst Olk in Zusammenarbeit mit Rolf Brandenberg gestaltet.

1988 gründeten die Emmentaler, der langen Anfahrt aus dem Emmental wegen, ihren eigenen Jeep-Club unter der Leitung von Fred Stalder. Seither existieren beide Clubs sozusagen wie zwei Geschwister und pflegen freundschaftliche Verbindungen. Seit 1993  führte Oski Waltert als Obmann. Bei dieser Gelegenheit wurde ein Mitgliederbeitrag oder besser gesagt ein Unkostenbeitrag eingeführt, der gerade reichte um die Kosten für die Cluborganisation zu decken. Seit 1996 findet jeweils im Herbst ein Wettschiessen mit dem US-Karabiner Typ M1 statt. Dieses Gewehr war die Bewaffnung der MB Jeeps im zweiten Weltkrieg und diente dem Fahrer als Selbstverteidigungswaffe. Die MB Jeeps verfügen über eine Gewehrhalterung für den M1 Karabiner und viele Mitglieder besitzen deshalb einen M1 Karabiner. 

Im Jahre 2000 erschienen die ersten, von Ueli Tribelhorn verfassten Tech Info Blätter, die in unregelmässigen Abständen erscheinen und den Mitglieder technische Tipps und Hilfestellungen rund um den Jeep geben sollen.

Damit der Jeep Club auch an der schweizerischen Oldtimerkultur teilnehmen konnte wurde 2010 aus der losen Gruppe ein offizieller Verein gegründet. Damit konnte mit einem Vorstand die Verantwortung von nur einem Obmann auf mindestens drei Mitglieder verteilt werden. Erster Präsident war Sigi Bitzi, Kassierin Vreni Kunz und Aktuar Hannes Tanner. Ab 2011 übernimmt Mary Müller die Kasse. Ab 2016 führt André Stierli den Verein, als Kassier waltet jetzt Alois Estermann. Ab 2019 erfüllt Jürg Bachmann die Aufgaben des Aktuars.

Kurz nach der Vereinsgründung konnte der Jeep Club Zentralschweiz dann auch dem Schweizerischen Oldtimer Dachverband SHVF (Swiss Historic Vehicle Federation) beitreten. Bemerkenswert ist auch der zunehmende Beitritt von jüngeren Mitgliedern in den letzten Jahren.